{ Persönliches }

Mittwoch, 20. Februar 2008

:: Frust [ Persönliches ]

Als ich heute am Schloßplatz in Stuttgart über meinen "Streetman 10"-Verstärker (bei moderater Lautstärke) Gitarre gespielt habe, kamen prompt zwei Polizisten und informierten mich darüber, daß das Musizieren mit Verstärker nicht gestattet sei. Als ich sie darauf hinwies, daß z. B. (bei wärmerem Wetter) lokale Radiostationen samstags den ganzen Schloßplatz beschallen, wurden sie unfreundlich und meinten, "es ginge jetzt nur um mich", und als ich ihnen auseinanderzusetzen versuchte, daß hier mit zweierlei Maß gemessen würde, drohten sie mir, meinen Verstärker zu beschlagnahmen. Im Sommer spielt jedoch z. B. eine bestimmte Indio-Gruppe mit kompletter PA und Gesangsanlage sehr erfolgreich auf der Oberen Königstraße. Ein anderer Polizist hatte mir dazu gesagt, "da könnte man eben nichts machen", "die Polizei könne schließlich nicht überall sein". Tja - was soll man da sagen? Mich ärgert das jedenfalls ziemlich.

Mittwoch, 17. Oktober 2007

:: Neuer Sound [ Persönliches ]

Seit ich den Bleigel-Akku (12V/7,2 Ah) in meinen "Streetman 10" eingebaut habe, hat sich der Klang meiner Konzertgitarre deutlich verbessert. In Verbindung mit dem piezo-elektrischen Steg-Pick-up hat sie jetzt einen trockenen, jazzigen Archtop-Sound, bei dem der Klang der einzelnen Saiten wunderbar klar getrennt wird. Fazit: Es ist also schon mit vergleichsweise einfachen Mitteln möglich, einen guten Sound zu bekommen. Von auf die Decke aufzuklebenden Pick-ups möchte ich aber dringend abraten! Imho ist das nur 'rausgeworfenes Geld.

Mittwoch, 12. September 2007

:: Wow! [ Persönliches ]

1. Akkord aus "Moonlight In Vermont"

Yep! Endlich habe ich es geschafft, auf meiner elektrisch verstärkten Konzertgitarre eine brauchbare Version von "Moonlight In Vermont" (im Arrangement von Johnny Smith1) zu spielen, und da ich die Original-Akkorde - auf einer Konzertgitarre, wie gesagt - aus technischen Gründen z. T. einfach nicht greifen kann (der erste Akkord geht über sechs Bünde), habe ich die Akkorde teilweise etwas vereinfach. Klingen tut es trotzdem toll!

Hier noch der erste Akkord aus "Moonlight In Vermont", so wie ich ihn spiele:

1. Akkord aus "Moonlight In Vermont" (Substitut)

An dieser Stelle noch etwas zu Johnny Smith: Ganz charakteristisch für ihn sind seine wunderschönen, "schwirrenden" Akkorde, was er - neben dem leicht verzerrten Klang seiner Gibson-Archtop - vor allem durch die Verwendung von Sekundenintervallen erreicht. Durch seine ausnehmend großen Hände ist Johnny Smith (wie z. B. der inzwischen verstorbene Tal Farlow) in der Lage, Akkorde in Klaviernotation zu greifen.
1 Mehr zu ihm findet ihr auch in der Wikipedia [englisch].

Freitag, 17. August 2007

:: Nachtrag [ Persönliches ]

An dieser Stelle noch ein Update zu meinem letzten Beitrag "Neuigkeiten":

Heute hat mir Carlos vom American Guitar Center hier in Stuttgart einen piezo-elektrischen (Steg-)Tonabnehmer in meine Konzertgitarre eingebaut, da der Tonabnehmer, den ich mir gekauft hatte, wirklich eine absolute Katastrophe ist. Nicht nur, daß er nicht richtig auf der Gitarrendecke klebt - auch der Sound ist total verzerrt.

Es handelt sich hier allerdings nicht um einen der von Carlos selbst entworfenen Pickups1, da ich mir die im Moment leider (noch) nicht leisten kann, sondern um einen anderen Tonabnehmer, den er auf Lager hatte und der glücklicherweise keine Batterie benötigt.

Da ich hauptsächlich jazz-orientierte Musik spiele und eine Konzertgitarre wie meine Suzuki C-20 sowohl von der Spieltechnik als auch von der relativ hohen Saitenlage und dem breiten Hals her auf Dauer nicht das Richtige für mich ist (allenfalls als Zweitgitarre), ist mein nächstes Ziel, mir entweder eine Archtop2 oder einen erschwinglichen Selmer-Nachbau zu kaufen, die es z. B. günstig von der asiatischen Firma SAGA gibt (Tip: die "Gitane" D-500).
1 Die "Carlos"-Transducer werden von so weltweit renommierten Gitarristen wie Pat Metheny, Vicente Amigo oder Eric Clapton (ein spezieller "Eric"-Pickup mit Schriftzug in Perlmutt, den Carlos in E.C.'s schwarze akustische "Martin" 000-28EC eingebaut hat) gespielt. Darüber hinaus bietet Carlos inzwischen auch eine neue Version seines Akustik-Amps an.
2 In Bezug auf preisgünstige Archtops kann ich - gerade für Einsteiger - aufgrund des guten Preis-/Leistungsverhältnisses beispielsweise die "Artcore"-Serie von Ibanez empfehlen. (Da die Ibanez-Website leider Frames verwendet, habe ich auf eine meiner favorisierten Gitarren - eben eine "reine Jazz-Gitarre" - aus dieser Serie verlinkt. Die Übersicht über die gesamte "Artcore"-Serie findet ihr über das Hauptmenü und dort über den Menüpunkt "Electric Guitars". Hier kann ich aber leider ebenfalls keinen direkten Link anbieten, da das betreffende Menü Flash benutzt. Tja ... )

Mittwoch, 11. Juli 2007

:: Neuigkeiten [ Persönliches ]

Habe jetzt endlich einen Pick-up und einen Verstärker. Bei letzterem handelt es sich um einen batteriebetriebenen "Streetman 10" der Firma Nobels. Ich habe glücklicherweise einen günstig über eBay ersteigern können, da der Amp im Fachhandel gerade nicht lieferbar ist. Ich habe den Verstärker inzwischen in einem Park bei mir in der Nähe ausprobiert, und für diese Größe ist er wirklich nicht ohne! Auch von der Verarbeitung her wirkt er sehr solide. Das einzige Manko sind die Batterien (6 x 1,5V Monozellen), die aber schon nach einigen Stunden leer sind. Hier empfiehlt schon aus Kostengründen am besten ein 12V-Bleigel-Akku bzw. ein entsprechendes Netzteil (12V/1,8A).

Zum Sound: Obwohl ich meine Suzuki-Konzertgitarre über einen relativ billigen Piezo-Tonabnehmer spiele, höre ich mich über den "Streetman" bei entsprechender Verstärkereinstellung (ok: fast ;-) so an wie Django Reinhardt auf seinen alten Mono-Aufnahmen (den Aufnahmen mit elektrisch verstärkter Gitarre, die er vor allem 1947 eingespielt hat). Ich vermute, daß das in erster Linie daran liegt, daß die damaligen (Röhren-)Verstärker noch nicht so ausgereift waren und vermutlich auch noch nicht die Vielzahl an Einstellmöglichkeiten hatten wie heutige Verstärker.

Über die Verstärker, die Django Reinhardt benutzt hat, kann ich - bisher jedenfalls - praktisch gar nichts sagen. Ich vermute jedoch, daß zumindest einer seiner Verstärker ein alter Stimer-Amp war, da Django Reinhardt seine akustische Selmer mit Hilfe eines Stimer-Pick-ups verstärkt hat und die Verwendung eines Verstärkers von derselben Firma von daher logisch wäre.

Montag, 15. Januar 2007

:: Dilemma [ Persönliches ]

Ich stelle fest, daß ich mich in bezug auf dieses Blog in einem Dilemma befinde (ich lese gerade "Glenn Gould" von Andrew Kadzin). Mich nur auf Gypsy Swing zu konzentrieren, ist mir - bei meinem eklektischen Musikgeschmack - auf Dauer einfach viel zu eng. Auf der anderen Seite habe ich Angst, daß dieses Thema in einem Blog, in dem es um Musik allgemein geht, mehr oder weniger untergeht. Fragt sich: was tun?

Montag, 1. Januar 2007

:: Traum [ Persönliches ]

Ich habe heute nacht geträumt, daß eine ganz einfache, schon etwas ältere Frau sich zu der Rhythmusgitarristin für Gypsy Swing entwickelt hat. Ich war natürlich total neidisch und habe mich gefragt, weshalb es ausgerechnet diese Frau geschafft hat (und nicht etwa ich) und wie sie das wohl gemacht hat. Ich habe dann auch ein paar Akkorde auf meiner Gitarre gespielt, und mir ist klar geworden, daß es wichtig ist, beim Spielen nicht aufs Griffbrett zu schauen. Soweit also der Traum von heute nacht! ;-)

Freitag, 29. Dezember 2006

:: Trendwende [ Persönliches ]

Tja, seitdem ich Hot Club Radio entdeckt habe (seht dazu auch meinen letzten Beitrag), bin ich wieder voll auf Gypsy Swing umgeschwenkt - ok, zum großen Teil jedenfalls.

Was das Rhythmus-Spielen angeht, mache ich gerade rapide Fortschritte, ohne, daß ich während der letzten Monate groß geübt hätte. Das sind wohl noch die "Nachwirkungen" vom Sommer 2005, als ich fast jeden Tag unterhalb vom Rosensteinpark hier in Stuttgart geübt habe. Es hat da zwei kleine Pavillions, die wohl zum Schloß Rosenstein gehören, wo ich einigermaßen ungestört spielen kann.

Ich habe gerade auch - nach langer Pause - meine Site Djangology aktulisiert, so z. B. die Galerie mit verschiedenen Gitarrenmodellen speziell für Gypsy Swing, die mir besonders gefallen.

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