:: django|log :: ist das Blog zu meiner Django Reinhardt-Site "Djangology".

Freitag, 23. September 2016

Django Reinhardt: Die elektrischen Aufnahmen

Als gute, repräsentative Übersicht über Django Reinhardts Aufnahmen mit elektrisch verstärkter Gitarre kann ich die beiden CDs "Intégrale Django Reinhardt" Vol. 14 und Vol. 15 empfehlen, wenn auch Aufnahmen wie "Symphonie" (1947) oder "Dinette" (1947) fehlen. Bei Amazon gibt es jedoch nicht die einzelnen CDs dieser Reihe, sondern ein 12-CD-Set mit sämtlichen Aufnahmen der Jahre 1947 bis zu Django Reinhardts allerletzten Studio-Aufnahmen aus dem Jahre 1953. Da die einzelnen CDs immerhin ca. EUR 17,- kosten, ist die 12-CD-Box doch relativ günstig.

Samstag, 6. August 2011

Kussi Weiss Gipsy Connection: "Dark Eyes"



Dieses Video der Kussi Weiss Gipsy Connection wurde im Sommer 2010 auf dem Django-Festival in Samois-sur-Seine aufgenommen. Besonders der Akkordeonspieler ist wirklich spektakulär. Kussi Weiss selbst (Mitte, er spielt seine von Henning Doderer gebaute DSEL 40 mit F-Löchern) kann man wegen des schlechten Sounds leider nicht so gut hören.

JWC-Gitarren

Modell "14 Fret D Orchestre"

Vor ein paar Tagen habe ich per Zufall die Website von Bertrand le Guillou und hier u. a. einen Erfahrungsbericht über JWC-Gitarren aus England entdeckt, von denen ich bisher noch nichts gehört hatte. Dem Bericht zufolge sollen sie jedenfalls empfehlenswert sein. Preislich liegen die Selmer-Kopien von JWC bei £ 1.295,-, also bei knapp EUR 1.500,-.

Bertrand le Guillou hat inzwischen den Vertrieb für Deutschland und Österreich übernommen; darüber, wieviel die Gitarren bei ihm in Euro kosten, ist auf seiner Website bisher nichts zu lesen.

Zu den Gitarren selbst schreibt er: "Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Instrumente ist außerdem wirklich unglaublich!" Da Bertrand Besitzer von zwei Selmer-Nachbauten von Stefan Hahl ist, die in der Preisklasse von EUR 6.000,- liegen und von daher einen guten Vergleichsmaßstab hat, dürften JWC-Gitarren auf jeden Fall empfehlenswert sein.

P.S.: Wie mir Bertrand geschrieben hat, variieren die Preise für die verschiedenen JWC-Gitarren. Die "Standard"-Modelle kosten zwischen EUR 1.500,- und EUR 1.700,- (incl.Koffer). Bertrand hat aktuell eine Gitarre mit O-Loch, Zederndecke und Bubinga-Korpus, die incl. Koffer EUR 1.700,- kostet. Darüber hinaus gibt es noch gegen entsprechenden Aufpreis die Möglichkeiten a) von Gitarren mit Vollmassivkorpus und b) Anfertigung je nach Wunsch.

Schlussendlich gibt es noch eine "Low-cost"-Variante, die so um die EUR 1.000,- kostet, die aber, wie Bertrand schreibt, einen sehr guten Klang hat.

Django Reinhardt: "Improvisation No. 1"



Das ist die berühmte "Improvisation No. 1", von der es bei YouTube u. a. auch Versionen von Stochelo Rosenberg bzw. Jimmy Rosenberg (finde ich gerade nicht) gibt, aber das Original von 1937 ist eben doch unerreicht.

Dienstag, 2. August 2011

Kontrovers: Djangos Vorname

Obwohl als Taufname von Django Reinhardt immer wieder der Name Jean-Baptiste auftaucht, ist das definitiv falsch. Wie auf der Geburtsurkunde eingetragen (es gibt davon einen Scan in der Gypsy Jazz encyclopedia, die aber momentan wegen Wartungsarbeiten nicht zu erreichen ist) ist Djangos richtiger Name schlicht und einfach Jean Reinhardt. "Jean Baptiste Reinhardt" lautet der in der Geburtsurkunde eingetragene Name des Vaters. Das stimmt so aber auch wieder nicht ganz, wie Michael Dregni in seiner Biografie "Django: The Life and Music of a gypsy legend" auf S. 4 darlegt.

Dregni gibt als wirklichen Namen von Djangos Vater Jean-Eugène Weiss an, was insofern etwas für sich hat, als schon Charles Delaunay in seiner Biografie als Namen von Djangos Vater "Jean Vées" angegeben hat. "Vées" jedoch ist einfach "Weiss", französisch ausgesprochen. Dass Djangos Vater in der Urkunde "Jean Baptiste Reinhardt" heisst, erklärt Dregni damit, dass dieser von französischen Gendarmen gesucht wurde und auf diese Weise seine wahre Identität verschleiern wollte. Unterschrieben hat der Vater lediglich mit "J B Reinhard"; das abschließende "t" im Text der Urkunde - diese listet als Eltern "Jean Baptiste Reinhardt" und Laurence Reinhardt - wurde offenbar zusätzlich eingefügt. So wird auch klar, weshalb Vorfahren Djangos mütterlicherseits mit dem Namen Reinhardt um 1870 in Straßburg gelebt haben können.

Nachdem ich in Dregnis Biografie allerdings den Abschnitt über Djangos Geburt in Liberchies in Belgien gelesen habe, bin ich, was diese Biografie angeht, doch etwas skeptisch. Dregni beschriebt hier Details, die er unmöglich wissen kann (z. B. wer bei der Taufe mit wem zusammengestanden hat), so dass ich mich schon frage, wie authentisch das, was Dregni schreibt, aufs Ganze gesehen ist, und obwohl ich mir überlegt hatte, ob ich mir diese Biografie kaufen soll, nehme ich jetzt doch erst einmal Abstand davon.

Donnerstag, 11. November 2010

"Impromptu"

Furios: das 1951 von Django Reinhardt und seinem damaligen Sextett aufgenommene "Impromptu". Besetzung: Django Reinhardt [g-solo], Bernard Hullin [tp], Hubert Fol [as], Raymond Fol [p], Pierre Michelot [b] und Pierre Lemarchand [dr].

"Django's Dream"

Gestern habe ich mir bei Amazon u. a. "Django's Dream" (Clip) von Django Reinhardt als MP3 heruntergeladen, und ich habe das heute abend auf dem Nachhauseweg non-stop angehört. Was mir dabei aufgefallen ist, ist, dass Django Reinhardt - gerade auf der elektrischen Gitarre - eine unnachahmliche Art hat, einzelne Noten zu akzenturieren - im Gegensatz zu vielen zeitgenössischen Jazzgitarristen, deren Soli lediglich aus eine Abfolge gleich betonter Achtel- bzw. Sechzehntelnoten bestehen. Django Reinhardts Akzentuierung - gerade bei langsamen Stücken - ist dabei teilweise von einer unachahmlichen "Delikatesse" (in Ermangelung eines besseren Ausdrucks; vielleicht weiß der eine oder andere, was ich meine). Nicht nur, dass Django Reinhardt die einzelnen Noten unterschiedlich akzentuiert - er moduliert teilweise auch die Lautstärke, was besagte delikate Wirkung nur noch verstärkt. Ich kann "Django's Dream" jedenfalls jedem, der einen Zugang zu Django Reinhardts Spiel auf der elektrisch verstärkten Gitarre finden will, uneingeschränkt empfehlen.

Sonntag, 28. März 2010

Paris bei Nacht



Ein Ausschnitt aus Louis Malles "Ascenseur pour l'échafaud" (1958), unterlegt mit dem Soundtrack von Miles Davis. Zum Hintergrund: Louis Malle hatte das Glück, Miles Davis, der sich gerade für drei Wochen in Paris aufhielt, für den Soundtrack zu gewinnen. Dieser wurde in nur einer einzigen Nacht eingespielt. Die Besetzung: Miles Davis [tp], Barney Wilen [ts], René Urtreger [p], Pierre Michelot [b] und Kenny Clarke [dr]. Ein Detail am Rande: Pierre Michelot war der Bassist in der letzten Band von Django Reinhardt. In den Sechziger- und Siebzigerjahren war er u. a. Mitglied des Jacques Loussier Trio, das - ähnlich wie das Modern Jazz Quartet - versuchte, klassische Musik (J. S. Bach) und Jazz zu verschmelzen.

Django Reinhardt-Clip des Tages

pfeil "Taj Mahal" [MP3] von 1937. Violine spielt der leider viel zu früh verstorbene Michel Warlop, der das Stück auch geschrieben hat.

Samstag, 27. März 2010

Django Reinhardt-Clip des Tages

pfeil Nymphéas von 1942. Dieses im größerer Besetzung aufgenommene Stück mit der getragenen, Debussy-artigen Querflöte zeigt m. E. die absolut beeindruckende stilistische Spannweite von Django Reinhardt; das Etikett "Zigeunerjazz" mutet angesichts solcher Aufnahmen fast schon wie ein Klischee an.

"Nymphéas" heißt auf deutsch "Seerosen" und ist vermutlich ein Fingerzeig auf die Seerosenbilder von Claude Monet, die in der Pariser "Orangerie" ausgestellt sind.

Spektakulär



"Blues for Pablo" von Miles Davis und Gil Evans.

"Best of the Radio Sessions"

Das MP3-Album "Best of the Radio Sessions" (siehe in der Seitenleiste rechts oben) enthält u. a. die wichtigsten Aufnahmen aus den RDF-Studios in Montmartre, die im Verlauf des Jahres 1947 eingespielt wurden und die m. E. die absolute Essenz von Django Reinhardts Spiel auf der elektrisch verstärkten Gitarre enthalten. Wie ich an anderer Stelle bereits angemerkt habe, finde ich es einfach unglaublich, welche Juwelen Django Reinhardt und sein Quintett in Verlaufe nur eines einzigen Tages eingespielt haben.

Django in den USA

Django Reinhardt mit einer Ausgabe des "Downbeat"

Zu Django Reinhardts USA-Tournee 1946/1947 gibt es auf der Website von Paul Vernon Chester, auf die ich bereits hingewiesen habe, eine Fülle von Informationen (u. a. die genauen Tourneedaten), die so m. W. sonst nirgendwo zu finden sind. Zu Wort kommen u. a. solche bekannten Gitarristen wie Johnny Smith ("Moonlight in Vermont"), die eine Fülle an Details zu Django Reinhardts Persönlichkeit, seinem Gitarrenspiel oder auch die eine oder andere Anekdote beisteuern.

Ergänzend verweise ich auf das Online-Buch "Django: the life and music of a Gypsy legend" von Michael Dregni, der Djangos USA-Aufenthalt im Gegensatz zu Charles Delaunay ausführlich beschreibt.

Freitag, 26. März 2010

Stimer-Sound: Christophe Lartilleux-Hart



Dieses Video habe ich auf der Site von Pêche à la Mouche entdeckt, die zwei Röhrenverstärker für akustische Selmer-Nachbauten bzw. Archtops anbieten:

Pêche à la Mouche "Deluxe"

Pêche à la Mouche "Deluxe"

Der Gitarrist in dem obigen Video ist Christophe Lartilleux-Hart von Latcho Drom, der neben einem Deluxe-Verstärker von Pêche à la Mouche auch einen von dieser Firma angebotenen magnetischen Tonabnehmer benutzt, der ziemlich ähnlich wie der klassische Stimer-Tonabnehmer aussieht (und auch so klingt). Davon abgesehen spielt Christophe Lartilleux-Hart hier ein paar absolut spektakuläre Sachen wie z. B. Djangos Zwei-Finger-Glissando.

Donnerstag, 25. März 2010

Pick-ups

django_stimer

Zum Thema "Verstärkung von akustischen Gitarren" (speziell Selmer-Nachbauten) gibt es auf der Site von Paul Vernon Chester eine extra Seite (englisch) mit einer Reihe guter technischer Hinweise zum Thema.

Fund

dregni_cover

Und - gerade entdeckt: "Django Reinhardt and the illustrated history of gypsy jazz" von Michael Dregni, Alain Antonietto und Anne Legrand.

"Early Autumn"

Bei YouTube habe ich eine sehr schöne, von Jo Stafford gesungene Version von "Early Autumn" gefunden:



Die Stimme von Jo Stafford erinnert mich unwillkürlich an Tadd Damerons Version von "What's New" bzw. die Stimme von Damerons Sängerin Kay Penton.

Das von Ralph Burns komponierte "Early Autumn" wurde durch die mittlerweile klassische Version von Woody Herman (mit Stan Getz am Tenorsaxophon) bekannt. Ursprünglich war "Early Autumn" Teil einer von Ralph Burns komponierten Suite mit dem Titel "Summer Sequence".

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