Das ist das Blog zu meiner Django Reinhardt-Site "Djangology".

Sonntag, 7. Februar 2010

❀ "Djangology" aktualisiert [ Verschiedenes ]

Nachdem ich aus Versehen einen Grossteil der Grafiken und Fotos meiner Django-Site "Djangology" gelöscht hatte, die sozusagen die Schwester-Site dieses Blogs ist, habe ich die Gelegenheit genutzt und die Site etwas optimiert. Neben einem neuen Logo sind jetzt die Fotos der Gitarren in der Galerie größer; außerdem habe ich sämtliche Akkorde neu gezeichnet sowie auf der Seite Gitarren eine neue Unterrubrik zu Django Reinhardts elektrischen Gitarren hinzugefügt. Gerade bei diesem etwas vernachlässigten Thema (mein subjektiver Eindruck) habe ich einige wertvolle Informationen ergänzt.

Mittwoch, 9. September 2009

❀ Tip [ Plattentip ]

Cover von 'Tziganskaïa' von Matelo Ferret

Vermutlich nur als Doppel-LP zu finden (wenn überhaupt): "Tziganskaïa And Other Rare Recordings" von Matelo Ferret. Die auf dieser Doppel-LP enthaltenen Stücke wurden 1960 bzw. 1978 aufgenommen, wobei die ersten vier Stücke bisher noch nie aufgenommene frühe Kompositionen von Django Reinhardt sind.

❀ Gypsy Swing in Süddeutschland [ Konzerte ]

das Zigeli Winter Quintett

Foto © Copyright by Zigeli Winter Quintett. Abdruck mit freundlicher Genehmigung.

Am 16. Oktober wird im Casino am Neckar in Tübingen von 20:00 - 22:00 Uhr1 das Zigeli Winter Quintett spielen. Da der Eintritt ein komplettes Menü2 beinhaltet, kostet das Ganze jedoch stolze EUR 38,50. (Das Menü ist, wie man mir beim Casino am Neckar mitteilte, obligatorisch.)

Besetzung (auf dem Foto von links nach rechts):
  • Joschi Graf [g-rhythm, voc]
  • Mano Guttenberger [g-solo]
  • Zigeli Winter [vi]
  • Gismo Graf [g-solo]
  • Jan Jankeje [b]

1 Saalöffnung um 19:30 Uhr.
2 Das "Zigeli Winter Menü" besteht aus:
  • Vorspeise: Hühnerbrühe mit Nudeln und Gemüsestreifen
  • Hauptgang: Ungarisches Papkrikagulasch mit Knöpfle, dazu Gurkensalat mit Dillrahm
  • Dessert: Palatschinken mit Schokoladensoße

Samstag, 5. September 2009

❀ Der frühe Django [ Einzelne Stücke ]

Noten des Csárdás von Vittorio Monti (Auszug)

© Coypright unknown.

In einem Artikel in der Gypsy Jazz Encyclopedia über den französischen Gitarristen Matelo Ferret - wie Django Reinhardt selbst ein Sinto - habe ich erfahren, dass zu den Stücken, die der frühe Django Reinhardt gespielt hat, u. a. der von Vittorio Monti (1868 - 1922) komponierter "Csárdás" gehörte. Im Forum der ++ Django + Swingpage ++, die die - im übrigen sehr empfehlenswerte - Gypsy Jazz Encyclopedia hostet, sind tatsächlich die Noten zu diesem Csárdás zu finden. (Durch eine Google-Suche habe ich auch ein PDF der Klavierstimme entdeckt.)

Wenig bekannt ist auch, dass Django Reinhardt bereits ganz am Anfang sener Karriere - das war noch vor der Gründung des Quintette du Hot Club de France - eine Reihe von Stücken wie "Chez Jacquet" oder "Montagne Ste. Geneviéve"1 komponiert hat, die allem Anschein nach bereits von einer bemerkenswerten Qualität waren. (Diese frühen Stücke sind nicht in der Django Reinhardt-Diskografie von Charles Delaunay zu finden, da sie erst 1960 von Matelot Ferré aufgenommen wurden.)

Mir fällt ganz allgemein auf, dass, je mehr ich mich mit Django Reinhardt und seinem Umfeld beschäftige, immer mehr an neuen Informationen zutage tritt, das Thema also keineswegs irgendwann ausgeschöpft ist. So habe ich z. B. erst gestern gelesen, dass Djangos oft unterschätzter Bruder Joseph "Nin-Nin" Reinhardt bereits vor Django elektrisch verstärkte Gitarre gespielt hat.
1 Zu finden auf "Django Reinhardt - Undiscovered - Inedit ". Zitat: "5 original 'Swing' pieces (tabs & standard notation) as played by Matelo Ferret & Patrick Saussois (36 pages)."

Sonntag, 30. August 2009

❀ Vintage German Archtops [ Historisches ]

Als ich mir vorhin per Zufall die Website der Fa. Höfner angeschaut habe, habe ich zu meiner Überraschung erfahren, dass Höfner zwischen 1959 (1958?) und 1971 für die Londoner Niederlassung der französischen Fa. Selmer Archtops gebaut hat, die von Selmer dann weltweit vertrieben wurden (seht hierzu auch The Golden Hofner - Fact File). Interessant ist, dass diese Archtops nicht für den deutschen Markt bestimmt waren.

Hier noch ein paar weitere empfelenswerte Links zum Thema "alte deutsche Archtops" (50er und 60er):

Montag, 24. August 2009

❀ Link [ Verschiedenes ]

Hier ein Link zu einem Video bei YouTube, das das Café La Chope des Puces zeigt, wie es 1965 ausgesehen hat. Heutzutage spielen dort u. a. renommierte Musiker wie Ninine Garcia. "Jazz Manouche" gibt es am Samstag- bzw. Sonntagnachmittag. Die Adresse: 122, rue des Rosiers, 93400 Saint Ouen. Métro: "Garibaldi" oder "Porte de Clignancourt". Tel.: 01 40 11 02 49.

Montag, 17. August 2009

❀ Aria MM-10 [ Gitarren im Angebot ]

Aria MM-10

Foto © Copyright by Arai & Co., Inc..

Gestern auf der Website von gypsyguitar.de entdeckt: die preislich sehr günstige Aria MM-10 mit D-Schallloch ("grande bouche"). Auf den ersten Blick macht diese Gitarre einen ausgesprochen guten Eindruck, und da sie noch dazu von einem renommierten Hersteller kommt, denke ich, dass man sie für Einsteiger wirklich empfehlen kann. (Ok, sie ist doch nicht so toll - sorry! Da empfiehlt sich eher eine Patenotte 254 oder eine SAGA Gitane1. In der untersten Preisklasse bis EUR 250,- kann ich z. B. eine Selmer-Kopie von Stagg empfehlen, die ich für den Preis ganz ordentlich finde. Die Stimmmechaniken sind allerdings etwas dürftig; außerdem würde ich den Steg modifizieren/ersetzen, ggf. die Bünde eben schleifen u. ä..)

Bei Harmony Central habe ich zur Aria MM-10 aber doch einige sehr positive Testberichte (englisch) entdeckt. Im Großen und Ganzen waren die Käufer sehr zufrieden; z. T. wurden einige Details wie Nullbund, Saiten oder Steg (siehe folgenden Artikel bei frets.com) modifiziert.

Beide Aria-Modelle gibt es - in der Ausführung MM-...e - auch mit eingebautem piezo-elektrischem Tonabnehmer. Zur Tonqualität kann ich so auf die Schnelle leider nichts sagen (Norman Ort: "Piezo einfachst.") . Wenn man höhere Ansprühe an den Klang stellt, sollte man sich imho besser einen Tonabnehmer eigener Wahl einbauen lassen.
1 Ich habe sie zwar noch nicht selbst gespielt, aber Salvatore Panunzio, ehemaliger Akkordeonist des Zigeli Winter Quintetts, hatte seine dabei, als wir uns mal (das war im Sommer 2005) abends in einer Pizzeria in Stuttgart-Heslach getroffen haben, und der Klang war (und das im Vergleich mit einer Favino und einer Alves de Puga) wirklich erstaunlich gut. Auf der Site von gypsyguitar.de habe ich übrigens ein Interview mit Joschi Graf entdeckt, der in der Gruppe von Zigeli Winter Rhythmusgitarre spielt und gelegentlich singt.

Sonntag, 5. Juli 2009

❀ Instant Bebop? [ Technisches ]

Charlie Parker und Miles Davis. Three Deuces, N.Y., 1947

Photograph © Copyright by William P. Gottlieb/Ira and Leonore S. Gershwin Fund Collection, Music Division, Library of Congress.

Bei Free jazz Guitar Lessons gibt es eine Seite zu einer sog. "Bebop Scale", aber ich bin da wirklich sehr, sehr skeptisch. In meinen Augen ist das im Grunde genommen nur Effekthascherei, um quasi "auf die Schnelle" etwas spielen zu können, was sich wie Bebop anhört. So entwickelt man aber kein wirkliches harmonisches Verständnis für das, was man spielt. Fazit: Bebop Scale - nein, danke! Für Leute, die ernsthaft Bop spielen wollen, empfehle ich, sich z. B. Charlie Parker-Platten anzuhören. Das erfordert zwar zuerst einmal etwas Mühe, zahlt sich langfristig aber auch wirklich aus.

Mittwoch, 17. Juni 2009

❀ Glenn Gould [ Verschiedenes ]

Replica des Klavierstuhls von Glenn Gould

Auf dem Foto: Replica des Klavierstuhls von Glenn Gould Das Foto befindet sich in der public domain.

Während ich wieder einmal in "Telefongespräche mit Glenn Gould"1 von Jonathan Cott lese (absolut empfehlenswert!!!) und daneben besonders "Tears" (in c-moll) von Django Reinhardt und Stéphane Grappelli übe, sind mir ein paar Ideen gekommen, wie ich das Gouldsche Klangideal (wenigstens teilweise) auf die Gitarre (yep!) übertragen kann. Glenn Gould spricht da an einer Stelle von einem Flügel mit dem idealen (straffen) Anschlag, und mir ist bewußt geworden, daß sich das sehr gut auf das Klangideal bei Swing Manouche übertragen läßt, das ja einen relativ "trockenen" Klang impliziert. Da ich eine Konzertgitarre mit Cutaway (Suzuki C-20) spiele, ist das gerade wegen des breiten Halses und der höheren Saitenlage schon eine Herausforderung. Ich habe zwar den Originalsteg etwas abgefeilt, aber die Saitenlage ist trotzdem noch relativ hoch. Als Plektrum benutze ich ein 1,5 mm dickes Plektrum von Dimavery.

Ich finde solche "systemübergreifenden" Ansätze absolut faszinierend und versuche nun ganz bewußt, durch eine Kombination aus präziserem Anschlag mit dem Plektrum und einer besseren (lies: bewußteren, genaueren) Grifftechnik das umzusetzen, was Glenn Gould in dem Buch beschreibt. Das Schlüsselwort für mich ist hier "klangliche Transparenz".

Für die rechte Hand wichtig: Bei jeder neuen Saite mit einem Downstroke anfangen. Das erfordert Disziplin, aber ich hoffe, so längerfristig auch sehr schnelle Läufe - evt. sogar mit zwei Fingern (?) - wie die in der "Improvisation No. 1" (1937) von Django Reinhardt spielen zu können.

Noch zu "Telefongespräche mit Glenn Gould". Es beinhaltet, wie der Titel schon sagt, eine Reihe von längeren Telefongesprächen, die der Autor im Jahre 1974 im Verlauf von drei Tagen mit Glenn Gould geführt hat und die meiner Ansicht nach auf für Nicht-Klassik-Fans absolut lesenswert sind. Schon allein die Sprache von Gould und die Fülle von absolut originellen (und oft unorthodoxen) Ansichten machen diese Buch zu einer fesselnden und kurzweiligen Lektüre.
1 For a brief summary in English see here (this refers to the English version, entitled "Conversations With Glenn Gould").

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Eine, wie ich finde, sehr gute (und sehr günstige) Zusam-
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Eine phantastische Filmdokumentation, die Glenn Gould bei den Aufnahmen des "Italienischen Konzerts" von J. S. Bach zeigt.

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