:: django|log :: ist das Blog zu meiner Django Reinhardt-Site "Djangology".

Samstag, 6. August 2011

❀ Kussi Weiss Gipsy Connection: "Dark Eyes" { Videos }



Dieses Video der Kussi Weiss Gipsy Connection wurde im Sommer 2010 auf dem Django-Festival in Samois-sur-Seine aufgenommen. Besonders der Akkordeonspieler ist wirklich spektakulär. Kussi Weiss selbst (Mitte, er spielt seine von Henning Doderer gebaute DSEL 40 mit F-Löchern) kann man wegen des schlechten Sounds leider nicht so gut hören.

❀ JWC-Gitarren { Gitarren im Angebot }

Modell "14 Fret D Orchestre"

Vor ein paar Tagen habe ich per Zufall die Website von Bertrand le Guillou und hier u. a. einen Erfahrungsbericht über JWC-Gitarren aus England entdeckt, von denen ich bisher noch nichts gehört hatte. Dem Bericht zufolge sollen sie jedenfalls empfehlenswert sein. Preislich liegen die Selmer-Kopien von JWC bei £ 1.295,-, also bei knapp EUR 1.500,-.

Bertrand le Guillou hat inzwischen den Vertrieb für Deutschland und Österreich übernommen; darüber, wieviel die Gitarren bei ihm in Euro kosten, ist auf seiner Website bisher nichts zu lesen.

Zu den Gitarren selbst schreibt er: "Das Preis-Leistungs-Verhältnis dieser Instrumente ist außerdem wirklich unglaublich!" Da Bertrand Besitzer von zwei Selmer-Nachbauten von Stefan Hahl ist, die in der Preisklasse von EUR 6.000,- liegen und von daher einen guten Vergleichsmaßstab hat, dürften JWC-Gitarren auf jeden Fall empfehlenswert sein.

P.S.: Wie mir Bertrand geschrieben hat, variieren die Preise für die verschiedenen JWC-Gitarren. Die "Standard"-Modelle kosten zwischen EUR 1.500,- und EUR 1.700,- (incl.Koffer). Bertrand hat aktuell eine Gitarre mit O-Loch, Zederndecke und Bubinga-Korpus, die incl. Koffer EUR 1.700,- kostet. Darüber hinaus gibt es noch gegen entsprechenden Aufpreis die Möglichkeiten a) von Gitarren mit Vollmassivkorpus und b) Anfertigung je nach Wunsch.

Schlussendlich gibt es noch eine "Low-cost"-Variante, die so um die EUR 1.000,- kostet, die aber, wie Bertrand schreibt, einen sehr guten Klang hat.

❀ Django Reinhardt: "Improvisation No. 1" { Einzelne Stücke }



Das ist die berühmte "Improvisation No. 1", von der es bei YouTube u. a. auch Versionen von Stochelo Rosenberg bzw. Jimmy Rosenberg (finde ich gerade nicht) gibt, aber das Original von 1937 ist eben doch unerreicht.

Dienstag, 2. August 2011

❀ Kontrovers: Djangos Vorname { Django Reinhardt }

Obwohl als Taufname von Django Reinhardt immer wieder der Name Jean-Baptiste auftaucht, ist das definitiv falsch. Wie auf der Geburtsurkunde eingetragen (es gibt davon einen Scan in der Gypsy Jazz encyclopedia, die aber momentan wegen Wartungsarbeiten nicht zu erreichen ist) ist Djangos richtiger Name schlicht und einfach Jean Reinhardt. "Jean Baptiste Reinhardt" lautet der in der Geburtsurkunde eingetragene Name des Vaters. Das stimmt so aber auch wieder nicht ganz, wie Michael Dregni in seiner Biografie "Django: The Life and Music of a gypsy legend" auf S. 4 darlegt.

Dregni gibt als wirklichen Namen von Djangos Vater Jean-Eugène Weiss an, was insofern etwas für sich hat, als schon Charles Delaunay in seiner Biografie als Namen von Djangos Vater "Jean Vées" angegeben hat. "Vées" jedoch ist einfach "Weiss", französisch ausgesprochen. Dass Djangos Vater in der Urkunde "Jean Baptiste Reinhardt" heisst, erklärt Dregni damit, dass dieser von französischen Gendarmen gesucht wurde und auf diese Weise seine wahre Identität verschleiern wollte. Unterschrieben hat der Vater lediglich mit "J B Reinhard"; das abschließende "t" im Text der Urkunde - diese listet als Eltern "Jean Baptiste Reinhardt" und Laurence Reinhardt - wurde offenbar zusätzlich eingefügt. So wird auch klar, weshalb Vorfahren Djangos mütterlicherseits mit dem Namen Reinhardt um 1870 in Straßburg gelebt haben können.

Nachdem ich in Dregnis Biografie allerdings den Abschnitt über Djangos Geburt in Liberchies in Belgien gelesen habe, bin ich, was diese Biografie angeht, doch etwas skeptisch. Dregni beschriebt hier Details, die er unmöglich wissen kann (z. B. wer bei der Taufe mit wem zusammengestanden hat), so dass ich mich schon frage, wie authentisch das, was Dregni schreibt, aufs Ganze gesehen ist, und obwohl ich mir überlegt hatte, ob ich mir diese Biografie kaufen soll, nehme ich jetzt doch erst einmal Abstand davon.

Donnerstag, 11. November 2010

❀ "Impromptu" { Einzelne Stücke }

Furios: das 1951 von Django Reinhardt und seinem damaligen Sextett aufgenommene "Impromptu". Besetzung: Django Reinhardt [g-solo], Bernard Hullin [tp], Hubert Fol [as], Raymond Fol [p], Pierre Michelot [b] und Pierre Lemarchand [dr].

❀ "Django's Dream" { Einzelne Stücke }

Gestern habe ich mir bei Amazon u. a. "Django's Dream" (Clip) von Django Reinhardt als MP3 heruntergeladen, und ich habe das heute abend auf dem Nachhauseweg non-stop angehört. Was mir dabei aufgefallen ist, ist, dass Django Reinhardt - gerade auf der elektrischen Gitarre - eine unnachahmliche Art hat, einzelne Noten zu akzenturieren - im Gegensatz zu vielen zeitgenössischen Jazzgitarristen, deren Soli lediglich aus eine Abfolge gleich betonter Achtel- bzw. Sechzehntelnoten bestehen. Django Reinhardts Akzentuierung - gerade bei langsamen Stücken - ist dabei teilweise von einer unachahmlichen "Delikatesse" (in Ermangelung eines besseren Ausdrucks; vielleicht weiß der eine oder andere, was ich meine). Nicht nur, dass Django Reinhardt die einzelnen Noten unterschiedlich akzentuiert - er moduliert teilweise auch die Lautstärke, was besagte delikate Wirkung nur noch verstärkt. Ich kann "Django's Dream" jedenfalls jedem, der einen Zugang zu Django Reinhardts Spiel auf der elektrisch verstärkten Gitarre finden will, uneingeschränkt empfehlen.

Sonntag, 28. März 2010

❀ Paris bei Nacht { Videos }



Ein Ausschnitt aus Louis Malles "Ascenseur pour l'échafaud" (1958), unterlegt mit dem Soundtrack von Miles Davis. Zum Hintergrund: Louis Malle hatte das Glück, Miles Davis, der sich gerade für drei Wochen in Paris aufhielt, für den Soundtrack zu gewinnen. Dieser wurde in nur einer einzigen Nacht eingespielt. Die Besetzung: Miles Davis [tp], Barney Wilen [ts], René Urtreger [p], Pierre Michelot [b] und Kenny Clarke [dr]. Ein Detail am Rande: Pierre Michelot war der Bassist in der letzten Band von Django Reinhardt. In den Sechziger- und Siebzigerjahren war er u. a. Mitglied des Jacques Loussier Trio, das - ähnlich wie das Modern Jazz Quartet - versuchte, klassische Musik (J. S. Bach) und Jazz zu verschmelzen.

❀ Django Reinhardt-Clip des Tages { Einzelne Stücke }

pfeil "Taj Mahal" [MP3] von 1937. Violine spielt der leider viel zu früh verstorbene Michel Warlop, der das Stück auch geschrieben hat.

Samstag, 27. März 2010

❀ Django Reinhardt-Clip des Tages { Einzelne Stücke }

pfeil "Nymphéas [MP3] von 1942. Dieses im größerer Besetzung aufgenommene Stück mit der getragenen, Debussy-artigen Querflöte zeigt m. E. die absolut beeindruckende stilistische Spannweite von Django Reinhardt; das Etikett "Zigeunerjazz" mutet angesichts solcher Aufnahmen fast schon wie ein Klischee an.

"Nymphéas" heißt auf deutsch "Seerosen" und ist vermutlich ein Fingerzeig auf die Seerosenbilder von Claude Monet, die in der Pariser "Orangerie" ausgestellt sind.

❀ Spektakulär { Einzelne Stücke }



"Blues for Pablo" von Miles Davis und Gil Evans.

❀ "Best of the Radio Sessions" { CD-Tip }

Das MP3-Album "Best of the Radio Sessions" (siehe in der Seitenleiste rechts oben) enthält u. a. die wichtigsten Aufnahmen aus den RDF-Studios in Montmartre, die im Verlauf des Jahres 1947 eingespielt wurden und die m. E. die absolute Essenz von Django Reinhardts Spiel auf der elektrisch verstärkten Gitarre enthalten. Wie ich an anderer Stelle bereits angemerkt habe, finde ich es einfach unglaublich, welche Juwelen Django Reinhardt und sein Quintett in Verlaufe nur eines einzigen Tages eingespielt haben.

❀ Django in den USA { Django Reinhardt }

Django Reinhardt mit einer Ausgabe des "Downbeat"

Zu Django Reinhardts USA-Tournee 1946/1947 gibt es auf der Website von Paul Vernon Chester, auf die ich bereits hingewiesen habe, eine Fülle von Informationen (u. a. die genauen Tourneedaten), die so m. W. sonst nirgendwo zu finden sind. Zu Wort kommen u. a. solche bekannten Gitarristen wie Johnny Smith ("Moonlight in Vermont"), die eine Fülle an Details zu Django Reinhardts Persönlichkeit, seinem Gitarrenspiel oder auch die eine oder andere Anekdote beisteuern.

Ergänzend verweise ich auf das Online-Buch "Django: the life and music of a Gypsy legend" von Michael Dregni, der Djangos USA-Aufenthalt im Gegensatz zu Charles Delaunay ausführlich beschreibt.

Freitag, 26. März 2010

❀ Stimer-Sound: Christophe Lartilleux-Hart { Verschiedenes }



Dieses Video habe ich auf der Site von Pêche à la Mouche entdeckt, die zwei Röhrenverstärker für akustische Selmer-Nachbauten bzw. Archtops anbieten:

Pêche à la Mouche "Deluxe"

Pêche à la Mouche "Deluxe"

Der Gitarrist in dem obigen Video ist Christophe Lartilleux-Hart von Latcho Drom, der neben einem Deluxe-Verstärker von Pêche à la Mouche auch einen von dieser Firma angebotenen magnetischen Tonabnehmer benutzt, der ziemlich ähnlich wie der klassische Stimer-Tonabnehmer aussieht (und auch so klingt). Davon abgesehen spielt Christophe Lartilleux-Hart hier ein paar absolut spektakuläre Sachen wie z. B. Djangos Zwei-Finger-Glissando.

Donnerstag, 25. März 2010

❀ Pick-ups { Technisches }

django_stimer

Zum Thema "Verstärkung von akustischen Gitarren" (speziell Selmer-Nachbauten) gibt es auf der Site von Paul Vernon Chester eine extra Seite (englisch) mit einer Reihe guter technischer Hinweise zum Thema.

❀ Fund { Bücher }

dregni_cover

Und - gerade entdeckt: "Django Reinhardt and the illustrated history of gypsy jazz" von Michael Dregni, Alain Antonietto und Anne Legrand.

❀ "Early Autumn" { Einzelne Stücke }

Bei YouTube habe ich eine sehr schöne, von Jo Stafford gesungene Version von "Early Autumn" gefunden:



Die Stimme von Jo Stafford erinnert mich unwillkürlich an Tadd Damerons Version von "What's New" bzw. die Stimme von Damerons Sängerin Kay Penton.

Das von Ralph Burns komponierte "Early Autumn" wurde durch die mittlerweile klassische Version von Woody Herman (mit Stan Getz am Tenorsaxophon) bekannt. Ursprünglich war "Early Autumn" Teil einer von Ralph Burns komponierten Suite mit dem Titel "Summer Sequence".

Sonntag, 21. März 2010

❀ Buchtips { Bücher }

"Jean 'Django' Reinhardt: a contextual bio-discography 1910-1953" von Paul Vernon. Ich habe dieses Buch per Zufall bei Google Books entdeckt, wo übrigens auch ein Teil von Michael Dregnis "Django: the life and music of a Gypsy legend" zu finden ist. Die Chronologie in dem Buch von Vernon ist absolut beeindruckend, die Diskographie deutlich ausführlicher als die von Charles Delaunay.

Wenn Paul Vernon allerdings zum ersten Eintrag des Jahres 1932 anmerkt: 'Djangos involvement in the film Clair de Lune. No copy of the film has ever been found.', so ist das nicht richtig pfeil YouTube.

❀ Django Reinhardt-Clip des Tages { Einzelne Stücke }

pfeil "Rêverie" [MP3] von 1947. Dieses Stück wurde am 7. September 1947 in den Pariser RDF1-Studios2 aufgenommen. Besetzung: Django Reinhardt [g-solo], Hubert Rostaing [cl], Eugène Vées [g-rhythm], Emmanuel Soudieux [b] und André Jourdan [dr].

Die RDF-Aufnahmen sind generell von einer solchen Intensität, dass es für mich nach wie vor unfaßbar ist, wie so etwas überhaupt möglich war. Man muss sich vor Augen halten, dass das im vorliegenden Fall (s. Liste weiter unten) alles im Verlauf nur eines einzigen Tages aufgenommen wurde.

Hier eine komplette Liste der an diesem Tag aufgenommenen Titel (die Angaben in der Online-Diskographie sind hier nicht ganz korrekt):
  • "Crépuscule"
  • "Django's Dream (Rêverie)"
  • "Feerie"
  • "I Love You (For Sentimental Reasons)"
  • "Just One Of Those Things"
  • "Louise"
  • "Songe D'Automne"
  • "Stockholm"
  • "Sweet Chorus"
  • "Swingtime In Springtime"
  • "Vendredi 13"
Eine Auswahl dieser Stücke ist in dem 5 CDs umfassenden Set "Django on the Radio" enthalten.
1 Radio Diffusion Française
2 Montparnasse 14e

Archiv

Dezember 2014
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 
 
 
 
 

88x31

Suche

 


   

Meiner Ansicht nach die ultimative Zusammenstellung von Django Reinhardts Aufnahmen mit elektrisch verstärkter Gitarre.

User Status

Du bist nicht angemeldet.

Aktuelle Beiträge

Aria MM-10
Foto © Copyright by Arai & Co., Inc.. Gestern...
claus_01 - 9. Aug, 19:33
JWC-Gitarren
Vor ein paar Tagen habe ich per Zufall die Website...
claus_01 - 6. Aug, 17:00
Kussi Weiss Gipsy Connection:...
Dieses Video der Kussi Weiss Gipsy Connection wurde...
claus_01 - 6. Aug, 16:43
Django Reinhardt: "Improvisation...
Das ist die berühmte "Improvisation No. 1",...
claus_01 - 6. Aug, 10:07
Kontrovers: Djangos Vorname
Obwohl als Taufname von Django Reinhardt immer wieder...
claus_01 - 2. Aug, 19:46

Status

Online seit 2936 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 18. Aug, 15:54

Credits


Bücher
CD-Tip
CDs und Platten
Django Reinhardt
Einzelne Stücke
Gitarren im Angebot
Historisches
Internet
Konzerte
Literaturtip
Persönliches
Plattentip
Spieltechnik
Technisches
Verschiedenes
Videos
Profil
Abmelden
Weblog abonnieren